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| Der Statuenschrein |
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| Die Familien-Pilgerfahrt der Mutter Gottes |
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| Der Statuenschrein |
| Gut geeigneter Statuenschrein für die Familien-Pilgerfahrt der Mutter Gottes von Haus zu Haus. |
| Unserer Lieben Frau von Fatima möchten wir durch die Familienpilgerfahrt helfen, ihre Forderungen, die sie als Gottes-Botschafterin den Menschen gebracht hat, zu erfüllen, zum Beispiel: |
| Die Forderung des täglichen Rosenkranzgebetes, die Forderung der Herz-Maria-Samstage, die Verwirklichung eines wahren christlichen Lebens durch Gebet und Opfer, usw. |
| Masse des Statuenschreins: 50 cm hoch, 33 cm breit, 18 cm tief |
| Bezugsquellen und Preis Seite 17 |
| Sekretariat der kleinen Seelen Postfach 24 CH-6432 Rickenbach |
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| Mit den Worten Mariens an die Welt und den Gebeten der drei Hirtenkinder, die an den Innenseiten der Muttergottes-Schreine angebracht sind, wollen wir in Gottes Namen beginnen. Die Muttergottes-Pilgerfahrt hat ihren Ursprung in der Botschaft von Fatima. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Worte Mariens an die Welt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Aus der Botschaft von Fatima: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Gebete der drei Hirtenkinder | ||||||||||||||||||||||||||||
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| FATIMA | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Je mehr wir den Willen Gottes erfüllen, desto mehr Seelen werden gerettet, und desto lieblicher, christlicher, friedlicher, glücklicher werden die Menschen auch auf dieser Welt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nur in Jesus können die Menschen echte Freiheit und Frieden erlangen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Leider kommen wir heute immer mehr von Jesus weg und stürzen dementsprechend auch immer mehr ins Elend. Weite Teile der Welt sind wieder versklavt und erniedrigt, und alle Jahre kommen neue Nationen dazu. Wenn es so weiter geht, wird bald kein Mensch mehr um sein Leben sicher sein, sowenig als die Kinder heute selbst im Mutterschosse ihres Lebens sicher sind. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Familienpilgerfahrt der Mutter Gottes |
| Maria möchte die Botschaft von Fatima allen Menschenkindern verkünden. Weil nicht alle nach Fatima pilgern können, besucht sie dafür ihre Kinder in der ganzen Welt. |
| Einen grossen Aufschwung verzeichnet die Familienpilgerfahrt vielerorts. Dazu dürfen auch wir unsern Teil beitragen, indem wir der himmlischen Mutter überall eine Herberge suchen, wo aufnahmebereite Herzen sind. Alsdann tragen wir diese Gnadenbilder von Haus zu Haus, an Verwandte, Bekannte, Arme, Kranke, einsame verlassene Menschen, an solche, die am Rande der Gesellschaft leben, usw. |
| Selbstverständlich müssen wir überall zuerst fragen, ob ein Besuch unserer Lieben Frau von Fatima willkommen sei. Sich ja nie aufdrängen. |
| Fragt speziell in Heimen, Spitälern, Armenhäusern, Krankenhäusern, Zuchthäusern, usw. nach denen, die kaum oder nie Besuch bekommen. Das Wirkungsfeld ist überall; wo Not ist, dort ist auch Christus. |
| Sagt diesen Menschen, wie Jesus mit ihnen leidet, sich nach ihnen sehnt. Ihre Leiden sollen sie Ihm schenken für die Rettung vieler kostbarer, unsterblicher Seelen und den Frieden der Welt. |
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hält zusammen! |
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| Schenkt diesen Menschen je nach Bedürfnis Schriften über Fatima, Rosenkranz, Botschaften, usw., sowie auch Andachtsgegenstände wie Rosenkränze, Medaillen, Bilder, usw. |
| Helfen wir ihnen, was wir können. Beten wir mit ihnen, wenn möglich den Rosenkranz. Der grösste Beweis der Liebe, den wir Jesus erbringen können, ist zu versuchen, unsere Mitmenschen Ihm durch Maria, die lebendige Gussform Gottes, näher zu bringen. |
| Der heilige Don Bosco hat einmal gesagt: |
| Wer eine Medaille, ein Heiligenbild oder ein Buch schenkt und dabei kein anderes Verdienst hätte, als einen Gedanken für Gott entfacht zu haben, hat sich schon dadurch ein unvergleichliches Verdienst bei GOTT erworben. GOTT allein weiss, wieviel GUTES dadurch gestiftet wird. Denn viele Seelen werden dadurch gerettet, viele vor dem Irrtum bewahrt und im GUTEN ermutigt. |
| Das Gnadenbild bleibt für gewöhnlich eine Woche am gleichen Ort. |
| Dazugehörende Bücher und Andachtsgegenstände die gut zu verbreiten sind durch die Muttergottespilgerfahrt von Haus zu Haus, können auch beim Sekretariat gegen freiwillige Spenden bezogen werden. |
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| Es hat sich erwiesen, dass Maria bei ihren Besuchen viele Gnaden austeilt in Form von Bekehrungen, Gebetserhörungen, Heilungen, Hilfe aller Art. Die Seelen, welche auf sie hören, bringt unsere Mutter zu ihrem einzigen, wahren Glück, zu Jesus. | ||
| Durch das Gebet der Familien beginnt das Glaubensleben wieder neu zu erwachen, dadurch werden auch Priester und Ordensleute erweckt, neue Gebetszentren entstehen, usw. Das wahre christliche Leben kann wieder aufblühen. | ||
| Es ist der ausdrückliche Wunsch der Rosenkranzkönigin, dass ihre Pilgerfahrt in der ganzen Welt gefördert wird. | ||
| Äusserst segensreich ist es, diese Schreine Kranken, Armen, Verwandten, Bekannten, Missionen, Ost- und Entwicklungs- ländern usw. zu schenken oder auch für sich privat zu kaufen. | ||
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| Äusserst wichtig |
| Zur Bereicherung und Ergänzung übernehmen wir noch Texte des damaligen, vergriffenen Büchleins der Familienpilgerfahrt der Mutter Gottes. |
| Die Familien-Pilgerfahrt der Muttergottes |
| 1. Was ist die Familien-Pilgerfahrt Mariens? |
| Es ist der Besuch der Gottesmutter in jeder Familie, wie die Pfarreipilgerfahrt den Besuch Mariens in jeder Gemeinde bedeutet. Der Ausdruck «Familie» ist auch im weiteren Sinn aufzufassen, als «Gemeinschaft», z. B. Seminar, Kloster, Kollegium, Heim, Schule, Fabrik, Werkraum, Spital usw. Daher kann die Familien-Pilgerfahrt in jeder Gemeinschaft durchgeführt werden, wobei in den Gebeten das Wort «Familie» durch «Gemeinschaft» ersetzt wird. |
| Zu allen Zeiten haben die Gnadenorte Unserer Lieben Frau eine grosse Anziehungskraft auf das christliche Volk ausgeübt und ungezählte Scharen ins Heiligtum gelockt. In unserer heils- und weltgeschichtlich so folgenschweren Zeit scheint das der Gottesmutter nicht mehr zu genügen. Sie ist deshalb selber zur Pilgerin geworden. Sie will «ihren Gang ins Gebirge» gleichsam fortsetzen, um die Botschaft |
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| ihres Sohnes, die Botschaft des Gebetes und der Busse allen Menschen zu künden. |
| Am 13. Mai 1947 krönte der Erzbischof von Evora eine Kopie des Gnadenbildes von Fatima, und dann begann diese Muttergottes-Statue ihre einzigartige Missionsreise durch den Westen Europas. Die Fahrt ging über Spanien und Frankreich nach Belgien, Holland und Luxemburg. Überall unbeschreiblicher Jubel und tiefste Ergriffenheit. Nachher trat das Gnadenbild von Fatima eine zweite Pilgerfahrt an. Diesmal ging ihre Weltpilgerfahrt per Flugzeug nach New York und dann weiter nach Kanada. Das folgende Jahr sah Spanien einen Höhepunkt marianischer Verehrung. Italien, Deutschland, Österreich und die Schweiz haben die Pfarreipilgerfahrt Mariens teilweise durchgeführt. Kopien des Gnadenbildes von Fatima pilgern seither durch die ganze Welt. |
| An der Spitze dieser Pilgerfahrt Mariens stehen meist Bischöfe, die oft durch Hirtenbriefe ihre Bistümer offiziell zum würdigen Empfang des Gnadenbildes aufmuntern. So ist die Fahrt Unserer Lieben Frau zu einer eigentlichen Weltmissionsreise geworden, und die Volksmissionare sind sich darin einig, dass Maria in einem Tag mehr Gutes wirkt als eine Volksmission von Wochen. |
| Über die ««Pfarrei-Pilgerfahrt» sprach Papst Pius XII. in seiner Radioansprache vom 13. Oktober 1951: «Nicht nur der Engel des Herrn, sondern die Köni- |
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| gin der Engel macht ihren Jubiläumsbesuch in all ihren Bereichen, mit all den wundertätigen Bildern aus den berühmtesten Heiligtümern der Christenheit und vor allem aus diesem Heiligtum zu Fatima, wo der Himmel es Uns gewährte, sie als Königin der Welt zu krönen. In Amerika wie in Europa, in Afrika wie in Indien, in Indonesien und Australien regnet es bei ihrem Durchgang Segen vom Himmel, vervielfältigen sich die Gnadenwunder in einem solchen Mass, dass wir kaum glauben können; was unseere Augen sehen. Nicht nur die guten und gehorsamen Kinder der Kirche verdoppeln ihren Eifer, auch die verlorenen Kinder werden vom Heimweh nach der Mutterliebe übermannt und kehren zum Vaterhaus zurück. Selbst in den Ländern, wo das Licht des Evangeliums kaum zu leuchten begann, erwarten (wie konnte man sich das vorstellen?) viele Menschen, die noch vom Schatten des Irrtums umgeben sind, mit einer gleichen Inbrunst wie die Gläubigen ihren Besuch, jubeln ihr in stürmischer Freude zu, verehren sie, rufen sie an und empfangen einzigartige Gnaden. Unter dem mütterlichen Blick der himmlischen Pilgerin gibt es keinen Widerstreit der Nationen und Rassen, der spaltet; keine Grenzen, die trennen, keine Interessengegensätze, die verfeinden. Alle schätzen sich in diesem Augenblick glücklich, sich als Brüder zu erkennen. Ein einzigartiges Schauspiel, das zu den schönsten Hoffnungen berechtigt!» |
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| Dieses neue Seelsorgemittel ist theologisch begründet, nämlich in der Mutterschaft, im Königtum und in der allgemeinen Gnadenvermittlung Mariens; in der Heimsuchung Mariens und in der Hochzeit zu Kana ist die Familien-Pilgerfahrt gleichsam biblisch grundgelegt. |
| Das Bild Mariens, das von Familie zu Familie pilgert, ist das äussere Zeichen der geheimnisvollen und gnadenhaften Gegenwart, des geistigen Besuches der Himmelskönigin. Das Fatimabild will freilich nicht andere altehrwürdige Muttergottesbilder in Pfarrkirchen und Familienstuben verdrängen. Im Gegenteil: ist die Statue in einer Familie gewesen, dann wird man das eigene Muttergottesbild wieder um so mehr verehren und sich um so inniger in der Gegenwart der Mutter Gottes fühlen, wenn die ganze Familie um ihr Bild geschart, täglich den Rosenkranz betet. |
| 2. Wie kann die «Familien-Pilgerfahrt Mariens» vorbereitet werden? |
| Durch Predigt, Pfarrblatt und Rundbriefe. Um die Seelsorger zu entlasten, nehmen vor allem Vereine, Kongregationen, Bruderschaften, die Legion Mariens, die Blaue Armee, der Rosenkranz-Sühnekreuzzug, der Kreuzzug der Unbefleckten Jungfrau Maria, das Werk der barmherzigen Liebe Jesu und Mariens mit den kleinen Seelen, auch Einzel- |
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| personen die «Familien-Pilgerfahrt» an die Hand und stiften auch Madonnenschreine. |
| 3. Der Statuenschrein |
| In einem 50 cm hohen, schmucken Holzkästchen ist eine in Fatima geweihte Statue eingebaut und mit blauseidenem Vorhang ausstaffiert. - An den Türinnenseiten sind Worte Mariens und Gebete des Engels angebracht. Der Preis von Fr. 120.- liegt unter den Selbstkosten. |
| Bezugsquellen: Sekretariat der kleinen Seelen, Postfach 24, CH-6432 Rickenbach SZ Fatima-Sekretariat CH-4024 Basel |
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Für Österreich: Huber Kurt, Brosswaldenweg 3, A-6830 Brederis/Vorarlberg |
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Für Deutschland: WKS-Sekretariat, Postfach 1247, D-7955 Ochsenhausen Haf Max Messmer, Herz-Jesu-Kirche, D-8941 Fellheim Nr. 44 |
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Für Italien: Apostolado mondiale di Fatima, Via Po 30, 10036 Settimo Torinese |
| 4. Wann kann die Familienpilgerfahrt begonnen werden? |
| Jederzeit, an einem Sonntag, Marientag oder auch an allen übrigen Tagen oder gemäss Abmachung mit der nächsten Familie. |
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| 5. Was tut die Familie in der Zeit des Besuches? |
| Sie betet, singt, freut sich, sie studiert die Botschaft Unserer Lieben Frau von Fatima. Vor alle betet sie den Rosenkranz und vor der Weitergabe des Gnadenbildes wird sie die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens vornehmen oder erneuern. |
| Freilich will die Mutter Gottes nicht, dass wir unsere Pflichten vernachlässigen: Sie ist zufrieden, wenn wir ihr unsere freie Zeit widmen, während der Arbeit an sie denken, vielleicht durch Stossgebete, z. B. durch den Liebesakt: «Jesus, Maria, ich liebe euch; rettet Seelen!» und ihr abwechslungsweise einige Abend- oder Nachtstunden weihen. Maria wird jedes Opfer überreich belohnen. |
| 6. Wie lange soll das Gnadenbild in jeder Familie belassen werden? |
| Wenigstens drei Tage, wenn nur ein Schrein pilgert und es sich um grössere Pfarreien handelt. Bei kleineren Pfarreien oder wenn mehrere Schreine eingesetzt sind, kann die Besuchszeit eine Woche lang dauern. |
| Nach dem ersten Besuch aller Familien kann ein zweiter und dritter usw. folgen, um die Familien in der Treue zur gelobten Weihe durch den täglichen Rosenkranz zu festigen. Die Kranken werden für |
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| wiederholten Besuch Unserer Lieben Frau besonders dankbar sein. |
| Jeder Familie ist es auch freigestellt, andere Familien zum gemeinsamen Gebet einzuladen. Das ist sehr lobenswert und gnadenbringend. |
| Der Wechsel von Familie zu Familie sollte eine Person übernehmen, die zugleich auch das Weiterpilgern des Statuenschreins von Familie zu Familie, von Haus zu Haus leitet. Selbstverständlich bringen wir die Muttergottes-Schreine nur dorthin, wo aufnahmebereite Menschen sind, und begleiten die Muttergottes-Pilgerfahrt mit unserem Gebet. Wir bitten Gott inständig, er solle unsere Mühen durch Maria im Höchstmasse durch Rettung vieler kostbarer, unsterblicher Seelen segnen und den Menschen den Frieden wieder gewähren. |
| Die Rosenkranzkönigin wird jeden Einsatz zur Verbreitung ihrer schicksalsschweren Botschaft des Gebetes und der Busse reichlich segnen. Durch ihre Familien-Pilgerfahrt will sie überall Herolde für eine bessere Welt mobilisieren, für den Triumph ihres Unbefleckten Herzens in aller Welt. |
| Die Durchführung der Familien-Pilgerfahrt Mariens |
| Die Familien-Pilgerfahrt Mariens ist eine grosse Gnade, die erbetet werden muss. Ohne viel Gebet |
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| wird eine solche Pilgerfahrt nicht zustande kommen. Gebet und Opfer sind gleichsam die entfernte Vorbereitung. Als unmittelbare Vorbereitung empfiehlt sich der Empfang der heiligen Sakramente. Je besser die Vorbereitung, desto grösser der Segen. |
| Der Empfang der Mutter Gottes |
| Von der Kirche oder vom Pfarrhaus, wo die Mutter Gottes ihren ersten Besuch abgestattet hat, wird das Gnadenbild unter Gebet zur ersten Familie getragen. Da die Familien-Pilgerfahrt ein eigentlicher Gebetskreuzzug ist, soll das Muttergottesbild stets mit Gebet (still oder laut) oder Gesang begleitet werden. |
| Vor dem Haus (in der Diaspora auch vor oder in der Wohnung) begrüsst das Familienoberhaupt die Mutter Gottes mit folgendem |
| Willkomm-Gebet |
| Maria, / sei gegrüsst, / sei herzlich willkommen in unserem Hause. / Wir danken dir für diese grosse Ehre. / Komm, liebe Mutter, / und sei die Königin unserer Familie. / Sprich zu unsern Herzen / und erbitte uns vom Heiland Licht und Kraft, / Gnade und Frieden. |
| Wir wollen gerne bei dir weilen, / dich loben, dir dienen, / dir alles weihen; / was wir sind und |
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| haben, soll dir angehören, / denn dein wollen wir sein / jetzt und immer. | ||
| Mit dem Lobspruch: «Gelobt sei Jesus Christus durch Maria, in Ewigkeit. Amen», oder mit einem Marienlied wird die Übergabe beschlossen. | ||
| Bei der Mutter | ||
| Der Ehrenplatz der Mutter Gottes wird mit Blumen geschmückt. Neben der Gottesmutter können auch die Bilder verstorbener Angehöriger aufgestellt werden, um mit ihnen die Himmelsmutter zu verehren und anzurufen. | ||
| Sooft es möglich ist, schart sich die Familie betend und singend um das Marienbild und betet gemeinsam wenigstens einmal täglich den Rosenkranz. Das ist der ausdrückliche Wunsch der Mutter Gottes in Fatima. | ||
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| Das Rosenkranzgebet | ||
| Der ganze Rosenkranz besteht aus 15 Vaterunsern, Ehre sei und 150 Gegrüsst seist du, Maria, wobei 15 Geheimnisse (5 freudenreiche, 5 schmerzhafte, 5 glorreiche) aus dem Leben Jesu und Mariens betrachtet werden. Gewöhnlich wird ein Drittel des | ||
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| ganzen Rosenkranzes gebetet: nach jedem Vaterunser folgen 10 Gegrüsst seist du, Maria, und das Ehre sei. Das entsprechende Geheimnis wird nach dem ersten Teil des Gegrüsst seist du, Maria, eingefügt. |
| In Fatima hat die Gottesmutter die Kinder gelehrt, nach dem Ehre sei folgendes Gebet einzuschalten: |
| O Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, und führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. |
| Es ist Brauch, die verschiedenen Rosenkranz-geheimnisse an folgenden Tagen zu betrachten: die freudenreichen am Montag und Donnerstag, die schmerzhaften am Dienstag und Freitag, die glorreichen am Mittwoch, Samstag und Sonntag. |
| Es ist der Wunsch Unserer Lieben Frau von Fatima, dass man die Rosenkranzgeheimnisse wirklich betrachte, über sie nachdenke, um die besondere Gnade der einzelnen Geheimnisse bitte. Maria kennt unser Zeitübel: die Oberflächlichkeit in bezug auf alles, was Gott und die Seele betrifft, und die Sucht nach äusserer Geschäftigkeit. Darum ruft sie zur Innerlichkeit zurück, welche die Seele jeder apostolischen Tätigkeit ist. |
| Den Rosenkranz beschliesst man meistens mit der Muttergottes-Litanei. |
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| Tagsüber, wenn man nicht beim Gnadenbild weilen kann, bleibt man durch Kurzgebete mit Maria verbunden, durch öfteres Wiederholen von Stossgebeten, z. B.: «Jesus, Maria, ich liebe Euch; rettet Seelen!» |
| Das Gebet des Herrn |
| Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen. |
| Das Ave Maria |
| Gegrüsst seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen. |
| Das Apostolische Glaubensbekenntnis |
| Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde; und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geiste, geboren aus Maria, der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, abgestiegen in das Reich des Todes, am dritten |
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| Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, sitzet zur Rechten Gottes, das allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Nachlass der Sünden, Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben. Amen. | ||||||||||
| Die Rosenkranzgeheimnisse | ||||||||||
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| Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens | ||||||||||
| Die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens wird die Krönung der Familien-Pilgerfahrt sein. Nachdem Maria in Fatima vom kommenden Unheil gesprochen hatte, sagte sie voll Güte und Traurigkeit: | ||||||||||
| «Ihr habt die Hölle gesehen, auf welche die armen Sünder zugehen. Um sie zu retten, will der Herr die Verehrung zu meinem Unbefleckten Herzen in der Welt einführen. Wenn man das tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet und der Friede wird kommen. Wenn nicht, wird Russland in der ganzen Welt seine Irrtümer verbreiten, Kriege und Verfolgungen hervorrufen; viele Guten werden gemartert werden; der Heilige Vater wird viel zu leiden haben; mehrere Nationen werden vernichtet werden ... Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren! ... » | ||||||||||
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| Am 31. Oktober 1942 hat Papst Pius XII. die ganze Menschheit dem Unbefleckten Herzen Ma-riens geweiht. Diese Weihe soll jeder Mensch, jede Familie, jede Gemeinschaft, jedes Volk vollziehen und sie leben. | |||||||||
| Um der Einzel- und Familienweihe besonderen Wert und Gnadensegen zu verleihen, wird der Empfang der heiligen Sakramente empfohlen. | |||||||||
| Die drei wichtigsten und fruchtbarsten Formen der Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens sind: | |||||||||
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| Auch alle Päpste der letzten Zeit haben das Rosenkranzgebet für die Rettung der Seelen und zur Befreiung von allen Übeln empfohlen, ja sie haben dieses herrliche Gebet, das eine Zusammenfassung des Lebens Jesu und Mariens ist, zu ihrem Lieblingsgebet erkoren. | |||||||||
| Die Familienpilgerfahrt der Muttergottes will helfen, den Willen Gottes zu erfüllen. | |||||||||
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| Einzelweihe an das Unbefleckte Herz Mariens |
| Gebet |
| Unbeflecktes Herz Mariens, / ich (Name) weihe mich dir ganz und gar / und will dir angehören mit allem, / was ich bin und habe / für Zeit und Ewigkeit. |
| Dir übergebe ich meinen Leib und meine Seele, meine Gedanken und Gefühle, / meine guten Werke und Verdienste, / meine Freuden und Leiden, / damit alles in deinem Mutterherzen geborgen sei. / Verfüge über mich nach deinem Gutdünken / zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen. |
| Wie bin ich nun froh und glücklich, / dir ganz anzugehören, / ganz in deinem Herzen geborgen zu sein. / Erflehe mir von Jesus die Gnade, / mich zu heiligen. / Mit deiner Hilfe will ich heute ein neues Leben beginnen, / das der Anfang jenes Lebens sein soll, / das im Himmel oben seine Vollendung finden wird. |
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| Familien-Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens |
| Gebet |
| Mutter Maria, / du hast dich gewürdigt, / unsere Familie zu besuchen. / Du hast uns schon immer geliebt und beschützt. / Aus dankbarer Liebe wollen wir uns heute deinem Unbefleckten Herzen weihen: / stehe unserer Familie vor / und nimm vollen Besitz von uns. / Erwirke, dass wir alle, / Eltern und Kinder, / das Tugendleben deiner heiligen Familie widerspiegeln. |
| Wir versprechen dir, / von nun an die Gebote Gottes zu halten, / den Weltgeist von unserer Familie fernzuhalten, / die Sünden zu fliehen, / durch welche dein Sohn schon so viel beleidigt worden ist. / Dein und deines Sohnes Reich der Liebe und des Friedens / soll in unserer Mitte herrschen. |
| Segne uns, o Mutter, / und behüte uns in deinem Herzen. Auch bitten wir dich um Trost und Kraft in den Leiden und Versuchungen. / Dir empfehlen wir alle unsere Anliegen und Sorgen. / Du wirst an alles denken und für alles sorgen, / bis ins einzelne und kleinste, / wenn wir dich und deinen Sohn über alles lieben. |
| Mutter Maria, / steh uns immer bei, / bis wir dereinst alle, / Eltern und Kinder, / mit dir vereint, / |
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| die Allerheiligste Dreifaltigkeit ewig loben und lieben werden. / Amen. |
| Sämtliche Familienmitglieder mögen die vollzogene Weihe durch die Unterschrift bekräftgen diese Urkunde aufbewahren und die Weihe von Zeit zu Zeit, etwa am ersten Monatssamstag oder an Marienfesten, erneuern. Das tägliche gemeinsame Rosen- kranzgebet wird der besondere Ausdruck der gelebten Weihe sein. |
| Der Abschied |
| Ist die Abschiedsstunde gekommen, schart sich die ganze Familie noch einmal um das Gnadenbild, und ein Familienmitglied, wenn möglich das Familienoberhaupt, spricht das |
| Abschieds-Gebet |
| Mutter Maria, / du Königin unseres Hauses, / dein Bild wird nun eine andere Familie besuchen, / um unter den Familien das heilige Band der Nächstenliebe zu festigen / und sie alle in der Liebe zu Christus zu vereinen / durch die goldene Kette des Rosenkranzes. |
| Wir glauben auch, / dass dein in Gott verherrlichter Geist geheimnisvoll unter uns / und wo immer du verehrt wirst, / gegenwärtig ist. / Du siehst und behütest uns / als deine kleinen Kinder / in |
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| deinem mütterlichen Herzen. / Ja, / bei dir wollen wir bleiben / und uns von der Heimstätte deines Herzens nie mehr entfernen. Lass uns bei dir bleiben / und bleibe du bei uns, das ist unsere innigste Bitte in dieser Abschiedsstunde. |
| Nimm auch unser Versprechen an, / dem täglichen Familien-Rosenkranz treu zu bleiben / und wenn möglich die Sühnekommunion am ersten Samstag des Monats zu halten / zum Zeichen unserer besonderen Liebe zu dir und zu deinem Sohne. Unter deinem himmlischen Schutz / wird unsere Familie immer mehr zum kleinen Reich deines Herzens werden. |
| Und nun, / Mutter Maria, / segne uns nochmals, / die wir hier vor deinem Bilde knien. / Vermehre in uns den wahren Glauben, / stärke in uns das Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit, / belebe in uns die Hoffnung auf die ewigen Güter / und entzünde in uns die Feuersglut der Liebe zu Gott! / Amen. |
| Begleitet das Muttergottesbild bis zur Schwelle der zu besuchenden Familie, dankt für die erhaltenen Gnaden und bewahrt im Herzen ein heiliges Verlangen nach der Gnadenmutter, die in geheimnisvoller Weise unter euch ist, sooft ihr den Rosenkranz betet. |
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| (32) |
| Unsere Liebe Frau von Fatima wünscht: | ||||||||
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| Verheissung Unserer Lieben Frau von Fatima: | ||||||||
| «Ich verspreche meinen Gnadenbeistand in der Sterbestunde allen, die an fünf aufeinanderfolgenden ersten Monatssamstagen | ||||||||
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| Unser Weg muss Gebet, Busse, Sühne und Weihe sein. Dies lehrt unsere Mutter Maria in Fatima. | ||||||||
| Ein unbeschreiblicher, dramatischer Kampf spielt sich heute zwischen Himmel und Hölle um jede einzelne Sehe ab. | ||||||||
| Ehen bestimmten Teil zur Rettung der Seelen hat Jesus von unsern Opfern und von unserer Liebe abhängig gemacht. So wollen wir alle einander in | ||||||||
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| (34) |
| der Nachfolge Christi aufmuntern, dem göttlichen Erlöser auf dem Kreuzwege zu folgen und unseren Teil zur Rettung der Seelen beitragen. |
| Den Heiligsten und Barmherzigsten Herzen Jesu und Mariens wollen wir Sühne leisten für die schrecklichen Beleidigungen, die ihnen von uns undankbaren Menschen ständig zugefügt werden. Hunderte von Millionen Menschen - und alle Tage sind es noch mehr - versinken in seelische, geistige und materielle Not, hervorgerufen durch die Sündenflut der christlichen Nationen. Die Sünden sind das grösste Unglück, das die Menschen treffen kann. Sie bringen uns in Gefahr, auf ewig ausgestossen zu werden. |
| Durch ein gottesfürchtiges Leben können wir Jesus mithelfen, viele Seelen zu retten. Durch ein sündhaftes, dem Versucher ergebenes Leben bringen wir unsere Mitmenschen in schwere Seelengefahr, können wir sogar Wegweiser in die ewige entsetzliche Feuersglut der Hölle werden. Dadurch beleidigen wir das Heiligste, Barmherzigste Herz Jesu und das Unbefleckte, Schmerzhafte Herz Mariens sehr. Jesus und Maria haben für die Erlösung jeder einzelnen Seele unermesslich viel gelitten. |
| Unfassbar für menschliche Begriffe sind die Leiden dieser Heiligsten und Barmherzigsten Herzen über den Verlust einer einzigen Seele, die Jesus mit seinem Blute losgekauft hat. |
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| Je weiter wir uns von Gott entfernen, desto tiefer fallen wir in ein sündiges Leben und werden Helfer Satans zum Verderben der Seelen, zur Verbreitung von Elend und Not. Jesus hat schon zu erkennen gegeben, dass die Zahl der Geretteten die kleinere ist. |
| Dem erschreckenden, geistigen Niedergang (Abfall von Gottes Geboten) wird bald ein materieller folgen, von unbeschreiblichem Ausmass, gegen den der Zweite Weltkrieg ein Vorspiel war. |
| Alle die vergangenen und zukünftigen Leiden aller Menschen seit Beginn der Welt bis zu ihrem Ende sind nichts im Vergleich, was einer einzigen Seele in der Hölle wartet. |
| Hören wir aus der Botschaft von Fatima, was Luzia über die Hölle mitteilt. |
| «Bei den Worten der Erscheinung: Opfert euch für die Sünder, sahen wir Lichtbündel, die von der geöffneten Hand der himmlischen Frau ausgingen, in die Erde eindringen. Wir sahen etwas wie ein grosses Feuermeer und darin eingetaucht die Teufel und die Seelen, als wären sie durchsichtige, schwarze oder bronzefarbige Kohlen in menschlicher Gestalt. Sie fluteten im Feuerbrande, emporgeschleudert von den Flammen, die von ihnen samt Rauchwolken ausgingen, und fielen nach allen Seiten herab, wie die Funken bei grossen Bränden sprühen, gewichtlos und doch nicht im Gleichge- |
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hat Macht, meinen Zorn abzuwenden! |
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| wicht schwebend. Dabei stiessen sie unter Seufzern und Schmerzen so verzweifelte Klageschreie aus, dass wir vor Schauder und Entsetzen vergehen wollten. Die Teufel unterschieden sich von den Seelen durch schauerliche ekelhafte Gestalten entsetzlicher und unbekannter, aber durchsichtiger schwarzer Tiere. Dieses Gesicht dauerte nur einen Augenblick. Dank unserer guten Mutter, die vorher durch das Versprechen, uns in den Himmel zu nehmen, darauf vorbereitet hatte! Wenn das nicht gewesen wäre, glaube ich, wären wir vor Schrecken und Angst gestorben. Erschrocken und wie um Hilfe rufend wandten wir nun den Blick empor zu Unserer Lieben Frau, die voll Güte und Traurigkeit zu uns sagte: «Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder gehen. Um andere zu retten, will der Herr die Andacht zu Meinem Unbefleckten Herzen in der Welt einführen. Wenn man tut, was Ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein.» |
| In jedem Moment des Tages und der Nacht befinden sich Menschen im Todeskampf, in der entscheidenden Stunde über die ewige Glückseligkeit in Gott oder über die ewige unsägliche qualvolle Gottverlassenheit. Unzähligen Menschen steht in der letzten Stunde kein Priester zur Seite. Sie haben keine Möglichkeit, die heiligen Sakramente zu empfangen oder kennen den Erlöser nicht. Auch |
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| jenen Menschen gegenüber, die durch die Auswirkungen unserer und aller Menschen Sünden von Leiden, Unterjochungen, Kriegen, Revolutionen, Katastrophen, Krankheiten, Unglücken usw. getroffen sind, ist es unsere heilige christliche Pflicht, für sie einzustehen. Geben wir alle unsere heiligen Kommunionen, Gebete, Opfer und Leiden, alle unsere Verdienste, alles, was wir sind und haben Maria hin, zur Mithilfe an der Rettung der Seelen dieser Menschen. |
| Da Jesus die Rettung der Seelen zu einem bestimmten Teil von uns abhängig gemacht hat, |
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| braucht Maria unbedingt diese Gaben und lässt sie dann im entscheidenden Moment den Bedürftigen zufliessen, und kann durch die unendlichen Verdienste des Heiligsten Herzens Jesu diesen armen Menschen mit den nötigen Gnaden beistehen, die zum ewigen Heile erforderlich sind. Der schönste Beweis der Nächstenliebe, den wir einer Seele geben können, ist sie zu Jesus führen. |
| Unendlich belohnt Jesus die kleinste Anstrengung zum Wohle unserer Mitmenschen. - Allen Anrufen des Himmels zu Gebet und Busse, zur inneren Umkehr zu Jesus sind in Wahrheit nur wenige gefolgt. Ja, die Menschheit entfernt sich immer weiter von ihrem Schöpfer und überflutet die Welt mit einem Meer voll Sünden. Dadurch verbreiten und vertiefen sich die Übel immer schneller. |
| Jeder Mensch, der die himmlischen Anrufe zu Gebet und Busse nicht befolgt, macht sich mitschuldig am Zerfall der heutigen Menschheit und am Verlust der ewigen Glückseligkeit vieler. Auch machen wir uns mitschuldig an der schweren Not der Unterdrückten, der verfolgten Glaubensbrüder, aller Leidenden und Armen in der ganzen Welt sowie an der Vernichtung ganzer Nationen. |
| Die Verkündigung des Evangeliums gerät in vielen Staaten immer mehr ins Stocken. Statt dass wir diese Völker Jesus zuführen, treiben wir sie den Verfolgern des Glaubens in die Arme. |
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| Dieses Foto, das einen unschuldig rücklings ermordeten Bischof, einen Pater und eine Ordensschwester zeigt, beweist einmal mehr, dass sich die Mahnungen der Muttergottes in Fatima 1917 erfüllen: «Wenn man meinen Wünschen nach Gebet und Busse kein Gehör schenkt, wird Russland seine Irrlehre über die Welt verbreiten, wird Kriege und Verfolgungen der Kirche heraufbeschwören, die Guten werden gemartert werden und der Heilige Vater wird viel zu leiden haben.» |
| Wenn wir nicht freiwillig zu Gebet, Opfer, Abtötung, zum christlichen Leben zurückfinden, wird der Preis für uns Wohlstandsmenschen fürchterlich sein. Die Schrecken und Leiden werden kein Ende nehmen, bis das letzte Vergehen gesühnt ist. |
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| Doch haben wir die tröstliche Aussage Mariens in Fatima: «Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren». |
| Gebet, Busse, Sühne und Weihe verlangt unsere Mutter eindringlich in Fatima! |
| Dazu einige Gedanken: |
| Beten: |
| Es öffnet das Herz zu Jesus und lässt uns durch Maria den Willen Gottes besser erkennen. Schon beim Erwachen am Morgen grüssen wir Jesus und Maria und vereinigen uns mit Ihnen in der Gesinnung, in Worten und Taten, trösten Sie, indem wir Ihnen versprechen, heute ganz Ihrem Willen nachzuleben, alles zu tun, damit nicht mehr so viele Seelen verloren gehen. |
| In unseren durch das Gebet geöffneten, aufnahmefähigen Herzen werden Jesus und Maria uns nach Ihrem Willen lenken. Um dauernd im Willen Gottes zu verbleiben, ist es nötig, ein beharrliches inneres Gebet zu Jesus zu pflegen. Unsere Mutter Maria lehrt in Kerizinen: |
| «Wenn ihr aber, verinnerlichte Seelen, rasche Fortschritte machen wollt auf dem Weg zu Gott, |
| 43 |
| dann lebt in seiner Gegenwart. Die einzige Art und Weise, im Seelenleben rasch voranzukommen, besteht darin, sich stets bewusst zu sein, das Gott in allem gegenwärtig ist. Das ist der einzige Weg zu dauerndem Erfolg. Während seines Erdenlebens lebte Jesus als Mensch in inniger Berührung mit Gott, deshalb sprach er auch Worte des Lebens. |
| Erkennt daraus, dass der Wandel in Gottes Gegenwart Morgenrot und Krönung aller Tugend ist, Fundament und Wurzel des geistlichen Lebens und der ganzen christlichen Vollkommenheit. Es ist ein einfacher Aufblick zu Gott, der euch erhebt und mit Ihm vereinigt. Es ist ein ehrfürchtiges Schweigen vor der Majestät des gegenwärtigen Gottes. In diesem Schweigen sollt ihr euer Nichts erkennen, Gott anbeten und hören, was Er zu euch spricht. In dieser demütigen, vollkommenen Hingabe werden eure Seelen im Feuer der göttlichen Liebe wie Wachs zerschmelzen. Es ist auch ein beglückendes, vertrautes Sprechen mit Gott, ein heiliges Ruhen eurer Herzen an seinem Herzen, wobei ihr mit Ihm sprecht, wie mit einem Freund. |
| Die Seelen, welche in der Gegenwart Gottes leben, sehen in allem sein Wirken, sind zu allem bereit und fähig, die heldenmütigsten Tugenden zu üben. Sie sind mutig in den Prüfungen und widerstehen den Versuchungen mit grösserer Kraft. Wenn sie fallen, erheben sie sich wieder schneller. |
| 44 |
| Dieses Bewusstsein der göttlichen Gegenwart wird euch zu einem wahren Innenleben führen, zu jener vertrauten Vereinigung mit Gott, welche die Wonne der gottergebenen Seelen ausmacht; sie wird auch all eurem Handeln eine reinere Absicht geben. |
| Im Gegensatz zu all dem, öffnet das Nichtbeachten seiner Gegenwart allen Lastern die Türe eures Herzens. Die Sünder haben Gott nicht vor Augen, deshalb sind all ihre Gedanken, ihre Worte und Werke unrein. Ihre Herzen sind verdorben und schlecht. |
| Auf, geht ans Werk! Sollte es vorkommen, dass eure Seele mehrere Stunden lang nicht an Gott denkt, so lasst euch dadurch nicht entmutigen. Sehr bald werdet ihr diese heilige Übung liebgewinnen, weil sie euch leicht fallen wird; dank der beglückenden Auswirkungen, welche ihr in eurer Lebensführung erfahren werdet, werdet ihr euch einer grossen Ruhe und eines tiefen Friedens erfreuen. Eure Herzen werden weit werden, sie werden sich unaufhörlich in Stossgebeten ergiessen, die gleich feurigen Pfeilen das Herz Gottes treffen und euch den Zugang zu Ihm erschliessen werden. |
| Vertraut mir eure Seelen an, ich werde sie in einem Winkel meines Herzens verwahren, damit ie stets in der Gegenwart dessen bleiben, der der grosse «Vergessene» ist und der euch doch so liebt. Nur in Ihm findet die Menschheit das Heil.» |
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| Nie können wir Jesus und Maria genug danken, sie loben und preisen. |
| Nach Möglichkeit auch während der Arbeit. Vielleicht kann man sogar einige Zeit niederknien zum Gebet, um besser auf Gott zu hören. Liegt an unserem Weg eine Kirche oder Kapelle, so besuchen wir doch schnell Jesus im Tabernakel. |
| Busse: |
| Indem wir gelassen, geduldig, ohne uns zu ärgern, ganz auf die Barmherzigkeit Jesu vertrauen, schweigsam alle Widerwärtigkeiten, Versuchungen des Tages über uns ergehen lassen und unsere Arbeit pflichtbewusst leisten, und alles zur grössern Ehre Gottes, zur Rettung der Seelen und der Welt aufopfern. |
| Unter keinen Umständen Priester und Mitmenschen kritisieren oder über sie urteilen, dies bringt sie und uns vom Wege Gottes ab und stärkt unsere Widersacher. Einziger Richter ist Jesus. |
| Wenn Gott uns Übel, Not und Elend erkennen lässt, heisst das, dass wir für die Betroffenen vermehrt beten, opfern und sühnen sollen, dadurch ändert sich alles zum Guten. Empfehlen wir ständig alle Menschen, mit denen wir zusammenkommen, Jesus und Maria, und flehen sie an, deren Wege so zu lenken, dass sie ihr ewiges Glück erreichen. |
| 46 |
| Sühne: |
| Durch den täglichen Besuch der heiligen Messe, durch das Rosenkranzgebet mit Betrachtung, durch Sühne, Anbetung und Opfer. Auch wollen wir die Beleidigungen sühnen, die dem heiligsten und barmherzigsten Herzen Jesu und dem unbefleckten und schmerzhaften Herzen Mariens zugefügt werden. O ihr lieben Kranken, Leidenden und Einsamen, schenkt all euer Elend, eure Leiden, Schmerzen und Opfer dem lieben Heiland durch Maria, zur Rettung der Seelen. Jesus wird euch dafür trösten und in alle Ewigkeit unbeschreiblich glücklich machen. Haltet den von Maria seit Jahrzehnten erflehten Sühnesamstag. |
| Weihe: |
| Wir schenken uns dem unbefleckten Herzen Mariens und lassen ihm die unbeschränkte Freiheit, uns ganz in Jesus umzuformen. Dadurch wird unser Wirken grosse Frucht durch die Rettung vieler unsterblicher Seelen tragen und Frieden in die Herzen und in die Welt bringen. Je mehr wir Jesus und Maria in uns wirken lassen, desto schöner wird unser Leben in der Ewigkeit sein. Hienieden brauchen wir nichts zu fürchten, wenn wir uns befleissen, Gottes heiligen Willen zu tun. |
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| Gebete |
| Hier einige Gebete als Hilfe, die ständige Verbundenheit mit Jesus durch Maria zu pflegen. Diese Gebete kann man immer wieder durch das Vaterunser, das Gegrüsst seist du, Maria. . . , Hoch preiset meine Seele den Herrn .... Unter deinem Schutz und Schirm .... Jungfrau, Mutter Gottes mein ... usw., auch durch Stossgebete, wie «Alles für Jesus durch dich, Maria», «Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib! » usw. usw. umrahmen. Denn Maria vergoldet alles von uns, das Faule entfernt sie. Dadurch werden wir ein Herz und eine Seele mit unserem Schöpfer. Maria hat immer gelehrt, dass die einzige Art und Weise, seelisch wirksam zu wachsen, ist: sich der Gegenwart Gottes überall bewusst zu sein. |
| Im Gegensatz dazu öffnet das Vergessen seiner Gegenwart allen Lastern die Türen eurer Herzen (Worte Mariens). |
| Fatima-Gebete |
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| Tägliche Gebete |
| Morgengebet |
| O mein Gott und Vater, ich danke dir von Herzen für den erquickenden Schlaf dieser Nacht. Behüte mich auch heute wieder an Leib und Seele! Bewahre mich vor allem Übel und lass mich ganz nach deinem heiligen Willen leben! Amen. |
| Mein Gott und Herr, aus Liebe zu dir will ich heute und immerdar alles, was ich tue, rein zu deinem Lobe und zum Heile aller Menschen verrichten; in der Gesinnung, wie sie dir, mein Gott, am meisten wohlgefällt; in Vereinigung mit jener Liebe, in der dein Sohn vom Himmel herniedergestiegen und das ganze Werk unserer Erlösung vollbracht hat, insbesondere in seinem heiligen Leiden. Nicht meines eigenen Verdienstes und Lohnes wegen will ich es tun, sondern einfach zu deinem Lobe und um dir meine Liebe zu erweisen. In Vereinigung mit deinem heiligen Werke bringe ich dir mein ganzes Tun und Leiden zum Opfer dar, dass du es nach deinem Willen lenkest zum Heile aller Menschen. Amen. |
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| Morgengebet | |||||
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| Abendgebet | |||||
| Bevor ich mich zur Ruh’ begeb’, zu Dir, o Gott, mein Herz ich heb’, und sage Dank für jede Gab’, die ich von Dir empfangen hab’; und hab’ ich heut’ missfallen Dir, so bitt’ ich Dich, verzeih es mir! Dann schliess ich froh die Augen zu, es wacht ein Engel, wenn ich ruh’. Maria, liebste Mutter mein o lass mich dir empfohlen sein. Dein Kreuz, o Jesus, schütze mich vor allem Bösen gnädiglich. In Deine Wunden schliess mich ein, dann schlaf’ ich sicher, keusch und rein. Amen. | |||||
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Quelle der Kraft |
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| Abendgebet | |
| Mein Gott und Vater, mit dankbarem Herzen erscheine ich wieder vor dir beim Abschluss dieses Tages und ich möchte Dir für alle Wohltaten danken, die ich von Dir empfangen habe. Ich bitte Dich, Du wollest mir alle meine Sünden vergeben und mich in dieser Nacht auch gut behüten. Deine Gnade sei mit mir und mit allen meinen Lieben. Amen. | |
| Bevor des Tages Licht vergeht, | |
| hör, Welterschaffer, dies Gebet, der Du so milde und so gut, nimm gnädig uns in Deine Hut! | |
| Gib, dass kein böser Traum uns weckt, kein nächtlich Wahnbild uns erschreckt. Die Macht des Bösen dämme ein, dass unser Leib stets bleibe rein. | |
| Erhör uns, Vater, der Du mild, mit Deinem Sohn und Ebenbild und mit dem Tröster aller Zeit, dem Geist, regierst in Ewigkeit. | |
| (Hymnus der Kirche) | |
| Abendgebet | |
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| (53) |
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| Tischgebet |
| O Gott, von dem wir alles haben, wir preisen Dich für Deine Gaben. Du speisest uns, weil Du uns liebst; o segne auch, was Du uns gibst. Amen. |
| Dir sei, o Gott, für Speis' und Trank, für alles Gute Lob und Dank! Du gabst, Du willst auch immer geben; Dich preise unser ganzes Leben. Amen. |
| (Liebe Eltern, bitte, lernt mit euren Kindern diese und andere Gebete auswendig!) |
| Akt der Reue |
| O mein Gott, alle meine Sünden sind mir von ganzem Herzen leid, weil ich Dich erzürnt und dafür Strafe verdient habe, besonders aber sind sie mir leid, weil ich Dich, meinen besten Vater und grössten Wohltäter, das höchste und liebenswürdigste Gut beleidigt habe. Ich nehme mir ernstlich vor, nicht mehr zu sündigen und mich wahrhaft zu bessern. O Gott, hilf mir dazu mit deiner Gnade! Amen. |
| Reuegebet |
| O mein Jesus, aus Liebe zu Dir bereue ich alle meine Sünden, weil ich Dich beleidigt habe. |
| 55 |
| In Vereinigung mit Dir will ich leben und sterben. Auf deine Barmherzigkeit setze ich mein ganzes Vertrauen. Jesus, verzeihe mir alle meine Sünden! | |||||||||
| Reue | |||||||||
| |||||||||
| 56 |
| Mit Jesus im Leiden vereint |
| Der heilige Kreuzweg |
| Vorbereitung |
| O mein göttlicher Heiland, Du bist für mich am Kreuz gestorben. In inniger Dankbarkeit und Liebe komme ich, um Dir im Geiste auf Deinem Leidensweg zu folgen. Gib mir ein tiefes Mitleid für Deine Schmerzen, eine wahre Reue über meine Sünden und die Gnade, Dich nie mehr zu beleidigen. |
| Akt aer Reue |
| O mein Gott, alle meine Sünden reuen mich von ganzem Herzen, weil ich Dich, o höchstes Gut, beleidigt habe. |
| Vor jeder Station betet man: V: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und benedeien dich. A: Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst. |
| Nach jeder Station betet man: Vater unser ... Gegrüsst seist ... Ehre sei ... V: Gekreuzigter Herr Jesus Christus! A: Erbarme dich unser. |
| 57 |
| I. Station |
| Jesus wird zum Tode verurteilt. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an, der Du aus Liebe zu mir das Todesurteil angenommen hast. Durch Deine Verdienste befreie mich von der Verurteilung zum ewigen Tode. |
| II. Station |
| Jesus nimmt das schwere Kreuz auf seine Schultern. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an, der Du aus Liebe zu mir das schwere Kreuz auf Dich genommen hast. Erhalte mir die Gnade, dass ich das meine aus Liebe zu Dir geduldig trage. |
| III. Station |
| Jesus fällt zum ersten Male unter dem Kreuze. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an, Dich, den die schwere Last meiner Sünden zu Tode gedrückt hat. Mit Deiner Gnade will ich mich bemühen, nie mehr zu sündigen. |
| IV. Station |
| Jesus begegnet seiner allerheiligsten Mutter. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an, der Du betrübt bist über die Schmerzen deiner allerheiligsten Mutter; gib, dass ich immer vertrauensvoll zu ihr gehe. |
| 58 |
| V. Station |
| Simon von Cyrene hilft Jesus das schwere Kreuz tragen. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an, der Du demütig die Hilfe des Simon von Cyrene annimmst; gib mir die Gnade, die Demütigungen zu lieben. |
| VI. Station |
| Veronika reicht Jesus das Schweisstuch dar. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an, der Du dein heiliges Antlitz in den Schleier der Veronika drückst. Lasse Dich herab und präge auch tief in meine Seele das Andenken an Dein bitteres Leiden und Sterben ein. |
| VII. Station |
| Jesus fällt zum zweiten Male unter dem Kreuze. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an, der Du leidend zum zweiten Male unter das schwere Kreuz fällst. Lass nicht zu, dass ich Dich je wieder beleidige. |
| VIII. Station |
| Jesus tröstet die weinenden Frauen. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an und ich bitte Dich, mir die wahre Reue meiner Sünden zu gewähren, die Dir soviel Leid verursacht haben. |
| 59 |
| IX. Station |
| Jesus fällt zum dritten Male unter dem Kreuze. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an in der Demütigung deines Falles. Gib, dass ich mich in jeder Niederlage in die Arme deiner Liebe werfe, um mich so wieder zu erheben. |
| X. Station |
| Jesus wird seiner Kleider beraubt. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an in deiner Demütigung und deinem Schmerze. Verleihe mir die Gnade, die Abtötungen zu lieben. |
| XI. Station |
| Jesus wird ans Kreuz geschlagen. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an, der du aus Liebe zu mir die Schmerzen der Kreuzigung ertragen hast. Gib, dass auch ich meine Leidenschaften aus Liebe zu Dir kreuzige. |
| XII. Station |
| Jesus stirbt am Kreuze. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an bei deinem Sterben am Kreuze. Erachte mich deiner Verdienste für würdig, auf dass ich meinen Brüdern helfe, sich in deinem kostbaren Blute zu läutern. |
| 60 |
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| (61) |
| XIII. Station |
| Jesus wird in den Schoss seiner Mutter gelegt. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an im Schosse Deiner Mutter Maria. Erlange mir, dass ich alles, was Dir Schmerz zufügt, ablege und lass mich mit dir in den Armen der Jungfrau ruhen. |
| XIV. Station |
| Jesus wird in das Grab gelegt. |
| O mein Heiland, ich bete Dich an und bitte Dich inständig, mir alle meine Sünden zu verzeihen, auf dass ich eines Tages mit Dir auferstehen werde. |
| Wir haben den Kreuzweg betrachtet, den die Liebe des Heilandes für uns gegangen ist. Nun gilt es, diesen Weg dem Heiland nachzugehen. Es ist ein schwerer und opfervoller Weg, «der enge Pfad», von dem die Heilige Schrift redet. Aber dieser Weg führt auch zum Glück. Er führt zur «Liebe, die das Grösste von allem ist» (1 Kor 13,13). Er führt zur vollkommenen Gemeinschaft mit Gott und mit den Menschen, zum beseligenden «Einssein in Christus» (Joh 17,21 ff.). |
| «Wohlan denn, Brüder, in heiliger Gemeinschaft lasst uns miteinander den Kreuzweg der Liebe gehen. Jesus wird mit uns sein. Er führt uns und geht uns voran, Er ist unser Helfer. Seht, unser König |
| 62 |
| schreitet vor uns her. Mannhaft wollen wir Ihm folgen ohne Furcht und Angst, bereit zum Sterben!» (Nachfolge Christi, III. 56). | |||||||||
| Was sollten wir uns fürchten vor dem Sterben? Im Tode bleibt, wer nicht liebt. Wir aber wissen, dass wir vom Tod zum Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben» (1 Joh 3,14). | |||||||||
| HEILIGER KREUZWEG | |||||||||
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| 63 |
| Seht die Spur, wo Ich gegangen! Seht das Kreuz, wo Ich gehangen – Opferkerze am Altar! |
| Tragt das Kreuz, es wird euch tragen, wird euch sein Geheimnis sagen, weicher Weg zum Heile war.» |
| 1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt |
| Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. |
| Gruss Dir, Jesus! Wie geduldig hörst Du schreien: «Er ist schuldig!» «Henker, hol das Kreuz herbei!» |
| Gib, dass ich dem Unrecht wehre, nicht vor fremden Türen kehre, nicht des Nächsten Richter sei! |
| Gekreuzigter Herr Jesus Christus, erbarme Dich unser! Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf Seine Schulter |
| Wir beten Dich an ... |
| Gruss Dir, Jesus! Voll Erbarmen seh’ ich Dich das Kreuz umarmen: «Auf, der Vater will es so.» |
| 64 |
| Hilf mir, Jesus, ohne Zagen, Dir zulieb das Leben tragen, kreuzesstark und kreuzesfroh. |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 2. Station: Jesus fällt zum erstenmal unter dem Kreuz |
| Wir beten Dich an ... |
| Gruss Dir, Jesus! Auf den Knien, angespuckt und angeschrien, hältst Du an, beim ersten Fall. |
| Herr, ich knie zu Dir nieder und bereue immer wieder meinen ersten Sündenfall. |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 4. Station: Jesus begegnet Seiner betrübten Mutter |
| Wir beten Dich an ... |
| Weinet, Steine an den Wegen, da die Mutter kommt entgegen! Welch ein Meer von Bitterkeit! |
| Gib mir, Jesus, euch zu lieben, Sohn und Mutter treu verschrieben, jetzt und in der Sterbezeit! |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 65 |
| 5. Station: : Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen |
| Wir beten Dich an ... |
| Gruss Dir, Jesus! Dir zur Seiten musste - durfte! - Simon schreiten, Kraft von Dir ward ihm zuteil. |
| Lehr mich, Jesus, Lasten tragen! Lehr mich, böser Lust entsagen! Lehr mich: Nur im Kreuz ist Heil! |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweisstuch dar |
| Wir beten Dich an ... |
| Gruss Dir, Jesus! Minnig, mutig reicht die Frau den Schleier. Blutig drückst Du, Herr, Dein Bild darein. |
| Wache, Jesus, dass ein Götze niemals mir Dein Bild ersetze! Du mein Vorbild, Du allein! |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 7. Station: Jesus fällt zum zweitenmal am Tore |
| Wir beten Dich an ... |
| 66 |
| Gruss Dir, Jesus! Immer müder wankst Du weiter, sinkst Du nieder – weh, Du fällst ein zweites Mal. |
| Herr, wenn Sünden sind vergeben, hilf mir auch zu neuem Leben! Rückfall war Dir neue Qual. |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 8. Station: Jesus redet zu den weinenden Frauen von Jerusalem |
| Wir beten Dich an ... |
| Gruss Dir, Jesus! Gleich den Müttern lässt uns das Gericht erzittern – dürres Holz fliegt in die Glut. |
| Gib mir, Jesus, meine Sünden zu erforschen und zu finden Nachlass, Herr, in Deinem Blut. |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 9. Station: Jesus fällt zum drittenmal |
| Wir beten Dich an ... |
| Gruss Dir, Jesus! Tief gebücket, wie ein Wurrn im Staub zerdrücket liegst Du da, zum Sterben matt. |
| 67 |
| Stütze, Herr, auf glatten Wegen, schick die Gnade uns entgegen, die Dein Fall verdienet hat. |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 10. Station: Jesus wird Seiner Kleider beraubt und mit Galle getränkt |
| Wir beten Dich an ... |
| Mann der Schmerzen! Wüst entkleidet, duldest Du, dass man bereitet bittre Galle Dir als Trank. |
| Damals hast Du Gnad’ erworben, heimzuholen, was verdorben, was im Sinnensumpf versank. |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 11. Station: Jesus wird an das Kreuz genagelt |
| Wir beten Dich an ... |
| Heil’ger Gott! Die Henkerarme werfen Dich in Kreuzes Arme, nageln Dich am Holze fest. |
| Herr, wenn alle Sterne sinken, gib mir Kraft, den Kelch zu trinken bis zum letzten, bittren Rest. |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 68 |
| 12. Station: Jesus stirbt am Kreuze |
| Wir beten Dich an ... |
| Gruss Dir, Jesus! Nun am Ende legst Du in des Vaters Hände Deinen Geist. Es ist vollbracht! |
| Lass, o Jesus, Dich erbarmen, leuchten lass Dein Licht den Armen Seelen in der Leidensnacht! |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen |
| Wir beten Dich an ... |
| Gruss Dir, Jesus! Deine Leiche nimmt die schwertdurchbohrte, bleiche Heldenmutter auf den Schoss. |
| Lass den Hochmut in mir sterben, Deine Dornenkrone erben, nur in Demut heldengross! |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| 14. Station: Jesus wird ins Grab gelegt. |
| Wir beten Dich an ... |
| Gruss Dir, Jesus! Dank lass spenden Deiner Liebe ohne Enden bei der letzten Station. |
| 69 |
| Nicht in Felsen sollst Du wohnen; in den Seelen sollst Du thronen, König, in der Kommunion. |
| Gegrüsset seist du, Maria ... |
| Schlussgebet |
| Herr, mein Kreuzweg ist beendet. Lass Dein Blut, so reich verschwendet, nicht verloren sein an mir! |
| Heiland, lass in Deinen Wunden meinen kranken Sinn gesunden und dann ruhen, Herr, in Dir! |
| Kreuz, du Buch vom ew’gen Lieben, drin mein Name steht geschrieben, eingesetzt durch Gottes Hand. |
| Kreuz, du Stern auf dunklen Wegen, scheinst ein Fluch und bist ein Segen: leuchte mir zum Heimatland! |
| Herr und Heiland, keine Leiden sollen je von Dir mich scheiden; nah beim Kreuz ist nah bei Dir. |
| Heiland, hilf, in schweren Zeiten stark im Kreuze weiterschreiten, bis ich lande, Herr, bei Dir! |
| 70 |
| Zum Einen, Dreifaltigen Gott |
| Kurzgebete und Anrufungen |
| Heilig, heilig, heilig bist Du, Herr, Gott der Heerscharen; Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe! Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. |
| (Aus dem Missale) |
| Dem König der Ewigkeit, dem unsterblichen, unsichtbaren, einzigen Gott, Ihm sei Ehre und Ruhm in Ewigkeit. Amen. |
| (St. Paulus) |
| Hochheilige Dreifaltigkeit, durch Deine Gnade wohnst Du in meiner Seele. Ich bete Dich an. |
| Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. |
| (Aus dem Missale) |
| Dich, Gott, den ungezeugten Vater, Dich, den eingeborenen Sohn, und Dich, den Heiligen Geist, den Tröster, die heilige, ungeteilte Dreifaltigkeit, bekennen wir mit ganzem Herzen und mit dem Munde, Dich preisen und loben wir. |
| (Aus dem Missale) |
| Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. |
| Anmerkung: Das ist eines der kürzesten, leichtesten, aber segensvollsten Gebete, besonders, wenn |
| 71 |
| man es mit dem heiligen Kreuzzeichen verbindet. Es geht davon eine Strahlung der Liebe, eine Strömung des urgewaltigen Dreifaltigen Gottes aus. Nur muss die ganze Seele mitbeten! Im Namen bedeutet ja: im Wesen, in der Kraft des Dreieinen. Auch soll man ein langsames, ehrfürchtiges Kreuzzeichen dabei über sich machen! Das Kreuz ist Zeichen des Heiles, Zeichen, darin die unbegreifliche Liebe Gottes zu uns sichtbar geworden. Wie viele kindlich vertrauende Seelen haben die Segensmacht des heiligen Kreuzzeichens schon erfahren; auch Du darfst sie erfahren. Lass nur Deine Seele in der Tiefe allezeit mitbeten und sprich oft und innig dabei: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. |
| Hochgelobt und gebenedeit sei ohne End’, Jesus im allerheiligsten Altarssakrament! |
| In allem werde erfüllt, gelobt und in Ewigkeit hochgepriesen der gerechteste, erhabenste, liebenswürdigste Wille Gottes! |
| (Pius VII.) |
| Mein Gott und mein Alles! |
| Mein Gott, gib, dass ich Dich liebe; der einzige Lohn für meine Liebe sei, dass ich immer mehr Dich liebe! |
| (Hl. Pius X.) |
| Mein Gott, mein einziges Gut, Du bist mir alles; gib, dass ich ganz für Dich lebe! |
| 72 |
| Mein Gott, ich danke Dir für das, was Du mir gibst, und für das, was Du mir nimmst. Dein Wille geschehe! |
| (Hl. Pius X.) |
| Mein Gott, gib, dass alle Geister in der Wahrheit und alle Herzen in der Liebe eins werden! |
| (Hl. Pius X.) |
| Herr, lehr mich Deinen Willen tun; Du bist mein Gott. |
| (Ps 142, 10) |
| Mein Gott, giesse Deinen Segen und Dein Erbar-men aus über alle Menschen und über die Seelen im Fegfeuer, für die ich aus Liebe, aus Dankbarkeit oder Freundschaft beten muss und beten will. Amen. |
| (Pius XI.) |
| (Lerne Folgendes auswendig!) |
| Heiliger Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, unsterblicher Gott, erbarme Dich unser! Dir sei Lob, Dir sei Ehre, Dir Dank in alle Ewigkeit, heilige Dreifaltigkeit! |
| (Aus dem Missale) |
| Lob und Preis, Weisheit und Dank, Ehre, Macht und Stärke gebührt unserm Gott in Ewigkeit. Amen. |
| (Apk 7,12) |
| Herr, behüte mich so wie den Apfel Deines Auges, birg mich im Schatten Deiner Flügel! |
| (Ps 16,8) |
| Herr, denke nicht an unsere früheren Sünden, um Deines Namens willen sühne unsre Schuld! |
| (Ps 78,8-9) |
| 73 |
| Ihr Völker alle, lobt den Herrn; lobt ihn, ihr Nationen! Denn machtvoll waltet Sein Erbarmen über uns, und Seine Treue währet ewig. |
| (Ps 116) |
| Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn, freuet euch Seiner und dienet Ihm gern! All ihr Völker lobet den Herrn! |
| (Kanon) |
| Des Herren Wille in allem |
| Herr, wie Du willst, soll mir gescheh’n, und wie Du willst, so will ich geh’n, hilf Deinen Willen nur versteh’n! |
| Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit heut’ und in alle Ewigkeit. |
| Herr, was Du willst, das nehm’ ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn; genug, dass ich Dein Eigen bin. |
| Herr, weil Du’s willst, drum ist es gut, und weil Du’s willst, drum hab ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht. |
| (Lieblingsgebet von P. Rupert Mayer SJ) |
| Nie kann ich danken Dir genug |
| Nie kann, o Herr, ich danken Dir genug, Es soll Dir danken jeder Atemzug, Es soll Dir danken jeder Herzensschlag Bis zu dem letzten Schlag am letzten Tag. Es soll Dir danken jeglicher Gedanke: Nichts will ich denken als: «Ich danke, danke!» |
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| Je mehr wir dem lieben Gott danken und seinem Willen nachleben, desto mehr gibt er uns zum Danken. |
| Ganzhingabe an den Höchsten |
| Mein Herr und mein Gott nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir! Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu Dir! Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir! |
| (Hl. Niklaus von der Flüe) |
| «Ganz der Wille Gottes» |
| Ganz der Wille Gottes! Still die Seele spricht, grüsst beim Erwachen neu das Tageslicht. Was an diesem Tage Geist und Hand begehn – ganz der Wille Gottes mög’ durch mich gescheh’n! |
| Ganz der Wille Gottes! Flüstert fromm der Mund! Bringt der Tag, der neue, manche schwere Stund’. Muss ich, statt auf Rosen, heut’ auf Dornen gehn, ganz der Wille Gottes mög’ an mir gescheh’n! |
| Ganz der Wille Gottes! Bleibt auch ungestillt jahrelanges Sehnen, wird kein Wunsch erfüllt; |
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| soll ich arm an Freuden auch durchs Leben geh’n, ganz der Wille Gottes mög’ an mir gescheh’n! |
| Ganz der Wille Gottes! Wird mir auch geraubt manchen Herzens Liebe, das ich treu geglaubt; ob die liebsten Freunde mich auch missversteh’n, ganz der Wille Gottes mög’ auch da gescheh’n! |
| Ganz der Wille Gottes! Drückt der Krankheit Pein, Leib und Seel’ darnieder, dass im Schmerz ich wein’, bleibt im Herzensgrunde doch als Trost mir steh’n: ganz der Wille Gottes soll auch jetzt gescheh’n! |
| Ganz der Wille Gottes! Wenn der Tag sich neigt und des Lebens Sonne matten Glanz nur zeigt, wenn sie - tiefer sinkend - nah dem Untergeh’n, ganz der Wille Gottes soll auch dann gescheh’n! |
| Ganz der Wille Gottes! Ob nach kurzem Pfad, ob nach langem Wandern dann dies Stündlein naht, Freunde oder Fremde mich dann sterben seh’n, ganz der Wille Gottes soll auch da gescheh’n! |
| Ganz der Wille Gottes! Muss ich kurze Zeit oder länger büssen in der Ewigkeit; selbst im Flammenorte will ich eins nur fleh’n: ganz der Wille Gottes mög’ mit mir gescheh’n! |
| Ganz der Wille Gottes! O du süsses Wort, trag als Rettungsschifflein mich durchs Weltmeer fort Bleib im Sturm des Lebens mir als Leuchtturm stehn: ganz der Wille Gottes immer soll geschehn! |
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| Ganz der Wille Gottes! Weih, du gold’nes Wort, noch an meinem Grabe, meinen Ruheort; auf dem Kreuz am Grabe nur das eine steh’: ganz der Wille Gottes hier und dort gescheh’! |
| Anmerkung: Ein heiligmässiger Priester leitete seine Beichtkinder an, sich das Sätzlein «Ganz der Wille Gottes!» zur Lebensparole, zum Lebenswahlspruch zu machen. Die ihm folgten, machten bald ganz erstaunliche Fortschritte im geistlichen Leben, ertrugen die grössten Leiden und Heimsuchungen mit staunenswerter Geduld und starben heiligmässig eines friedvollen Todes. |
| Um Vollendung |
| O Gott, Du bist Leben, Weisheit, Wahrheit und Güte und Seligkeit. Du bist das Ewige, das allein wahre Gute. Mein Gott und mein Herr, Du bist meine Hoffnung und meines Herzens Freude. Ich bekenne es und danke Dir, dass Du mich nach Deinem Ebenbild erschaffen hast, damit ich all mein Denken auf Dich richten und Dich lieben soll. Herr, mache, dass ich Dich recht erkenne, dass ich mehr und mehr Dich liebe und in Freuden besitze. Und weil ich in dem Leben hienieden diese Seligkeit nicht voll gewinnen kann, so lass sie wenigstens Tag für Tag in mir wachsen, bis sie sich ga erfüllen wird in dem Leben, das da kommt. Hier wachse die Erkenntnis Deiner und dort lass sie vollendet sein. Hier lass meine Liebe zu Dir wachsen, und dort lass sie reifen: auf dass meine Freude |
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| hier gross sei in der Hoffnung und dort vollendet im Genusse! Amen |
| (Hl. Anselm von Canterbury) |
| Göttliche Vollkommenheit |
| Weisheit meines Gottes, lenke mich! Macht meines Gottes, stärke mich! Güte meines Gottes, begnadige mich! Geist meines Gottes, belebe mich! Liebe meines Gottes, umfange mich! Wille meines Gottes, verfüge über mich! Heiligkeit meines Gottes, heilige mich! Milde meines Gottes, tröste mich! Erhabenheit meines Gottes, regiere mich! Unendlichkeit meines Gottes, erfülle mich! Licht meines Gottes, durchleuchte mich! Barmherzigkeit meines Gottes, errette mich! Schönheit meines Gottes, befreie mich! Süssigkeit meines Gottes, durchdringe mich! Friede meines Gottes, befriede mich! Ruhe meines Gottes, bewohne mich! Heiligste Dreifaltigkeit, segne mich im Leben, im Tode, in der Zeit und in der Ewigkeit. Amen. |
| (P. Crasset SJ) |
| Du wohnst in mir |
| Unendlicher, Du wohnst in mir, Du hast Dich selber in mein Herz geschlossen! |
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| Im Lärm des Mittags und im Traum der Nacht Hab’ ich an Dir den stillen, ewig treuen Weggenossen. |
| In Deine Hände, Herr, |
| und in die Hände Deiner Engel übergebe und befehle ich heute meine Seele, meine Eltern, meine Wohltäter, meine Freunde, meine Feinde und das ganze katholische Volk. Herr, durch die Verdienste und die Fürbitte der seligen Jungfrau Maria und aller Heiligen bewahre uns diesen Tag vor Irrungen, vor bösen Lüsten und Sünden, vor Versuchungen des Teufels, vor einem plötzlichen, unvermuteten Tode und vor den Strafen der Hölle. Erleuchte mein Herz durch den Heiligen Geist und durch Deine Gnade. Gib, dass ich stets Deinen Geboten gehorche, und lass nicht zu, dass ich mich je einmal von Dir trenne! Du bist Gott und lebst und herrschest mit Gott dem Vater und mit Ihm, dem Heiligen Geiste, in alle Ewigkeit. Amen. |
| (Hl. Edmund) |
| Ich weihe und übergebe Gott alles, |
| was in mir ist; mein Gedächtnis und mein Tun Gott dem Vater, meinen Verstand und meine Wort Gott dem Sohn, meinen Willen und mein Denken Gott dem Heiligen Geiste, mein Herz, meinen Leib, meine Zunge, meine Sinne und all meine Lei- |
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| den der hochheiligen Menschheit Jesu Christi. Er hat bereitwillig sich den Händen der Frevler überliefert und den Kreuzestod auf sich genommen. |
| (Hl. Franz von Sales) |
| Mach mich stets vollkommener! |
| Um jeden Augenblick in vollkommener Liebe zu leben, weihe ich mich als Schlachtopfer Deiner erbarmungsvollen Liebe. Ich bitte Dich, mach mich stets vollkommener, lass die Ströme der unendlich zärtlichen Liebe, die in Dir ruhen, in meine Seele überfliessen. Mein Gott, lass mich so zu einer Martyrin Deiner Liebe werden! Dieser Liebesschmerz möge mich würdig machen, vor Dich hinzutreten, möge schliesslich meinen Tod bewirken. Dann soll meine Seele ohne Verzug sich emporschwingen in die ewigen Umarmungen Deiner erbarmungsvollen Liebe. Mit jedem Schlag meines Herzens will ich Dir, mein Vielgeliebter, unzählige Male meine Hingabe erneuern, bis endlich die Schatten schwinden und ich Dir von Angesicht zu Angesicht meine Liebe beteuern kann, ewiglich. |
| (Hl. Theresia vom Kinde Jesu) |
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| Litanei von der Heiligsten Dreifaltigkeit |
| Herr, erbarme Dich unser Christus, erbarme Dich unser Herr, erbarme Dich unser Christus, höre uns – Christus, erhöre uns Gott Vater im Himmel – Erbarme Dich unser Gott Sohn, Erlöser der Welt – Gott Heiliger Geist Heilige Dreifaltigkeit, ein Gott Du lebendiger und wahrer Gott Du einziger und ewiger Gott Du grosser und allmächtiger Gott Du allwissender und allweiser Gott Du allgütiger und barmherziger Gott Du allheiliger und allgerechter Gott Du langmütiger Gott Du wahrhaftiger und treuer Gott Du allgegenwärtiger und unveränderlicher Gott O Herr, Gott der Heerscharen Gott, Schöpfer und Erhalter Gott, Erlöser und Versöhner Gott, Tröster und Seligmacher Du Anfang und Ende Der Du warst, bist und sein wirst Von dem, durch den und in dem alles ist In dem wir leben, uns bewegen und sind Der Du ins Verborgene schaust und alles weißt, ehe es geschieht Der Du alle zur Seligkeit erschaffen und bestimmt hast |
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| Der Du alle zur Seligkeit erschaffen und bestimmt hast Der Du denen, dieDich lieben,alles zum Besten lenkst O Gott, unerforschlich in Deinen Wegen OGott, unbegreiflich in Deinen Gerichten OGott, unergründlich in allen Deinen Ratschlüssen O guter, o milder, o liebreicher Gott Sei uns gnädig – Verschone uns, o Herr Sei uns gnädig – Erhöre uns, o Herr Von allem Übel – Erlöse uns, o Herr Von Stolz und Hoffart Von Hass und Missgunst Von allem Zorn und bösen Willen Vom Geiste des Unglaubens Von Kleinmut |