| Lourdes ist einer der größten christlichen Wallfahrtsorte, seit im Jahr 1858 dem 14jährigen Mädchen Bernadette Soubirous in der Grotte von „Massabielle“ 18 mal die Muttergottes erschienen ist. |
| |
| Bernadette Soubirous bei Kathpedia. Die freie katholische Enzyklopädie. |
|
| Es war im Jahr 1858, als die vierzehnjährige
Bernadette Soubirous, Tochter armer Taglöhner, gewürdigt wurde, an achtzehn
Tagen in der Grotte von Massabielle die Jungfrau Maria zu sehen und mit ihr zu
sprechen. |
|
 |
|
| Bernadette Soubirous wird am 7. Januar 1844 als Tochter
eines verarmten Müllers in LOURDES geboren. LOURDES ist eine Kleinstadt in den
französischen Pyrenäen. Durch die Stadt fließt ein kleiner Fluss - der Grave
du Pau. |
| |
| Seit ihrem 6. Lebensjahr leidet Bernadette
an Asthma. Deshalb wächst sie bei einer Verwandten im nahegelegenen Dorf Bartrès
auf, wo sie Schafe hütet. Sie ist sehr fromm, betet gerne den Rosenkranz und
will möglichst früh zur ersten hl. Kommunion gehen. In Bartrès gibt es jedoch
keinen Pfarrer, und so kehrt sie im Januar 1858 in ihr Elternhaus zurück. |
| 1. Erscheinung - Donnerstag 11. Februar 1858 |
| |
| Bernadette geht mir ihrer Schwester Marie und einer Freundin zum Ufer des Gave, um Holz zu sammeln. Der heutige "heilige Bezirk" war damals vom schmalen Savyj-Kanal durchzogen, der - von den Mühlen kommend - am Felsen Massabielle vorbeifloß und dann in den Gave mündete. |
| |
| Berandette will - wie die anderen Mädchen - den schmalen Kanal durchwaten und zur Felsengrotte gehen. Da spürte sie zweimal einen heftigen Windstoß. Dann erblickt sie nach oben und sieht in der Felsnische über der Grotte eine <<schöne Dame>> in weißem Kleid, mit weißem Schleier und blauem Gürtel angetan. Auf den bloßen Füßen der Dame erkennt Bernadette zwei gelbe Rosen. In der rechten Hand hält die Fremde einen Rosenkranz. |
| |
| Bernadette kniet nieder, bekreuzigt sich und betet den Rosenkranz. |
| |
| Bericht von Bernadette - den sie mehrer Jahre später niederschrieb: |
| |
| „Das erste Mal, als ich bei der Grotte war, ging ich mit zwei Mädchen (es handelt sich um ihre jüngere Schwester Toinette und ihre Freundin Jeanne Abadie, Baloum genannt) an das Ufer de Gave um Brennholz zu sammeln. |
| |
| Als wir zur Mühle (von Savy) kamen, fragte ich die beiden Mädchen, ob sie sich anschauen wollten, wo das Wasser aus der Mühle wieder mit dem Gavefluß zusammenfließt. |
| |
| Sie sagten: Ja. |
| |
| Von da an folgten wir dem Kanal des Mühlbaches. Als wir (am Zusammenfluß des Mühlbaches und Gave) angekommen waren, befanden wir uns vor einer Grotte. Da wir nicht weitergehen konnten, begannen meine beiden Begleiterinnen, durch das Wasser vor der Grotte an das andere Ufer zu waten. Ich befand mich allein auf der bisherigen Seite ........ Ich ging zur Grotte zurück und begann (um durch das Wasser zu waten) meine Schuhe und Strümpfe auszuziehen. Kaum hatte ich den ersten Strumpf ausgezogen, hörte ich ein Geräusch. Ich sah, daß die Bäume sich nicht bewegten. Ich fuhr fort, meine Schuhe auszuziehen. Noch einmal hörte ich das gleiche Geräusch wie einen Windstoß. |
| |
| Ich erhob meinen Kopf und schaute zur Grotte hin. Ich sah eine weißgekleidete Dame. Sie trug ein weißes Kleid, einen blauen Gürtel und eine gelbe Rose auf jedem Fuß in der Farbe der Kette ihres Rosenkranzes. Die Perlen ihres Rosenkranzes waren weiß. Als ich dies gesehen hatte, rieb ich mir die Augen. Ich glaubte mich zu täuschen. Ich sah aber immer die gleiche Dame. Dann griff ich mit meiner hand in die Tasche und fand meinen Rosenkranz. Ich wollte das Kreuzzeichen machen. Ich konnte aber meine Hand nicht zur Stirne bringen. Sie fiel herunter. |
| |
| Nun nahm die Dame den Rosenkranz, de sie zwischen ihren Händen hielt und machte das Kreuzzeichen. Meine Hand zitterte. Ich versuchte, das Kreuzzeichen zu machen und jetzt konnte ich es. Ich nahm meinen Rosenkranz. Die Erscheinung ließ die Perlen ihres Rosenkranzes durch ihre Finger gleiten, aber sie bewegte nicht die Lippen. Ich kniete nieder und ließ ebenfalls die Perlen des Rosenkranzes durch meine Finger gleiten und schaute dabei unverwandt hin zu der schönen Dame. |
| |
| Als ich meinen Rosenkranz beendet hatte, winkte mich die Dame mit dem Finger zu sich. Ich habe aber nicht gewagt, zu ihr hinzugehen, sondern bin am gleichen Platz stehengeblieben. Dann verwandt die Erscheinung plötzlich ...... (Nachdem wir drei Reisigbündel gesammelt hatten, machten wir uns auf den Heimweg.) Unterwegs habe ich meine beiden Begleiterinnen gefragt, ob sie nichts gesehen hätten. „Nein“, war ihre Antwort......... Ich wollte nichts sagen. Auf dem ganzen Heimweg fragten sie mich, was ich gesehen habe. |
| |
| Ich entschloß mich, es ihnen doch zu sagen, jedoch unter der Bedingung, mit niemand darüber zu sprechen. Sie versprachen mir, das Geheimnis zu bewahren. Dann sagte ich ihnen, daß ich eine weißgekleidete Dame gesehen hätte. Ich wüßte aber nicht, wer das war. Kaum waren wir zuhause, hatten meine Begleiterinnen nicht Eiligeres zu tun, als herumzuschätzen, was ich gesehen hatte. |
| |
| So war es beim ersten Mal. Es war der Donnerstag, den 11. Februar 1858“ |
| 7. Erscheinung - Dienstag 23. Februar 1858 |
| |
| Bernadette darf also wieder zur Grotte, sie ist in Begleitung ihrer Mutter. Etwas 200 Personen wollen Zeugen der Erscheinung sein. Die Dame zeigt sich wieder und teilt Bernadette drei Geheimnisse mit, die sie niemals preisgeben darf. |
| |
| Am 23. Februar 1858 sandte Maria sie zu den Priestern, damit eine Kapelle errichtet würde. |
| |
|
Der herzensgute und sittenstrenge Pfarrer stellte jedoch die Bedingung, daß zum Zeichen der Echtheit der Rosenstrauch bei der Grotte zu blühen beginnen solle. |
| |
|
Als tags darauf der Rosenstrauch nicht blühte war der Glaube des anwesenden Volks trotzdem nicht erschüttert. |
|
 |
|
| Basilika von Lourdes |
| 15. Erscheinung - Donnerstag 4. März 1858 |
| |
| Es ist der letzte Tag der 14-maligen Besuche. Polizei und Soldaten sind aufgeboten, um bei den Tausenden von Zuschauern die Ordnung aufrecht zu erhalten. Eine Stunde lang sieht man Bernadette im Gespräch mit der Erscheinung. |
| |
| Aber die Menge geht enttäuscht auseinander: Die Dame hatte keinen Namen gesagt und der Rosenstrauch war nicht erblüht. - Für Bernadette beginnt eine stille Zeit, sie zieht sich zurück. Sie pilgert zwar öfters zum Ort der Erscheinung, aber die Dame zeigt sich nicht. |
| |
| Zeitungsbericht aus der Tageszeitung „Journal de Tarbes“ vom 4. März 1858: |
| |
| „Derart wunderbare und außergewöhnliche Tatsache wurden von einem Spaziergang berichtet, den in den letzten fünfzehn Tagen allmorgendlich eineinviertel Meilen von Lourdes hinaus ein kleines Mädchen namens Bernadette unternimmt, Tochter eines einfachen Arbeiters, der von Tag zu Tag vom Schweiß seines Angesichts lebt, dass wir sie nicht mit Schweigen übergehen können. |
| |
| Dieses Mädchen verlässt die Stadt Richtung von St. Pé und begibt sich zu einer mitten in einem Felsen liegenden Grotte unweit der Ufer des Gave, aus der eine Quelle sprudelt. An diesem Ort angekommen, verrichtet es täglich um sechs Uhr früh eine Andacht, während der es seiner Behauptung nach in göttlichen Kontakt mit der Jungfrau und Mutter Gottes komme. Von dem Augenblick an, in dem das Kind sagt, die heilige Erscheinung sei zugegen, bemerken Zuschauer, dass sein Gesicht erbleicht und seine Hände zu zittern beginnen. Dieser Zustand weicht alsbald einem anmutigen Lächeln und äußerst köstlichen und hinreißenden Gefühlserregungen. |
| |
| Ohne diesen Geschehnissen die Bedeutung zumessen zu wollen, die ihnen vom öffentlichen Gerücht bereits zugeschrieben wird, geben wir sie hier weiter, in der Gewissheit, dass sie bereits das Interesse der Autoritäten erregt haben. Wir versichern Ihnen, dass sich am heutigen Tag um acht Uhr morgens mehr als fünftausend Menschen um das junge Mädchen geschart hatten, als es an seinem gewohnten Platz betete......“ |
| 16. Erscheinung - Donnerstag 25. März 1858 |
| |
| Am Fest Maria Verkündigung besucht Bernadette am Morgen zuerst die Messe in der Pfarrkirche und eilt dann von einer inneren Stimme getrieben zur Grotte. Die Nische ist schon von Licht erfüllt, die Dame wartet! Sie muß diesmal nicht auf die Dame warten - die Dame wartet bereits auf Bernadette. Vom Ortspfarrer Peyramale angeleitet, fragt das Mädchen dreimal: „Madame, haben sie die Güte mir zu sagen, wer sie sind ?“ |
| |
| Nach dreimaliger Bitte, faltete die Dame ihre Hände und antwortet im Dialekt von Lourdes: |
|
| „Qué soy éva Immaculada Councepciou“ |
| „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“ |
|
| Auf dem Weg zum Pfarrer sagt Bernadette diesen ihr völlig fremden Ausdruck ununterbrochen vor sich hin, um ihn nicht zu vergessen. |
| |
| Erstaunt vernimmt der Geistliche diese Botschaft aus dem Munde Bernadettes, die sich der Tragweite und Wichtigkeit dieses Namens in keiner Weise bewußt ist. Aus dem hartnäckigen Zweifler Peyramale wird ein glühender Verteidiger der Visionen von Lourdes. |
| |
| Erstaunt vernimmt der Geistliche diese Botschaft aus dem Mund Bernadettes, die sich der Tragweite und Wichtigkeit dieses Namens in keiner Weise bewußt ist. Da die „ungebildete“ Bernadette diese vom Papst vier Jahre zuvor verkündete Bezeichnung nicht kennen konnte, war auch der Pfarrer überzeugt. |
| |
| Aus dem hartnäckigen Zweifler Peyramale wird ein glühender Verteidiger der Visionen von Lourdes. |
| 17. Erscheinung - Mittwoch 7. April 1858 |
| |
| Eine geheimnisvolle Kraft zieht Bernadette zur Grotte. |
| |
| In der linken Hand den Rosenkranz, in der rechten eine brennende Kerze, schaut sie wieder die allerseligste Jungfrau. Durch eine Bewegung gerät die Seherin mit der Kerze unter ihre linke Hand, die Flamme schlägt zwischen den Fingern durch. Dieses „Kerzenwunder“ dauert eine Viertelstunde. Doktor Douzous, der neben Bernadette steht, kann keinerlei Verbrennungen feststellen. |
| |
| Dann schlug der Unglaube zu: Bernadette wurde psychatriert, alles wurde mit natürlichen Kräften erklärt, und die Grotte schließlich am 8. Juni 1858 unzugänglich gemacht. |
| |
| Die Grotte ist polizeilich gesperrt und mit einem Zaun geschlossen. |
| Lourdes ist heute – zusammen mit Guadalupe in Mexiko – der größte und am meisten besuchte Wallfahrtsort der katholischen Kirche. |
| |
| Täglich kommen Tausende aus allen Erdteilen dorthin. Und es gibt wohl kaum jemanden, der nicht irgendetwas von Lourdes mitnimmt, der nicht gestärkt und getröstet heimkommt – und nicht wenige erleben auch körperliche Heilungen, oft unspektakuläre, manchmal aber auch spektakuläre. (Kirchlich anerkannt sind bis heute etwa 70 Heilungen, bei denen die Rückbildung einer tödlichen Erkrankung oder Behinderung wissenschaftlich nicht erklärbar ist.) |
| |
| Lourdes – und andere marianische Wallfahrtsorte wie Fatima, Medjugorje, Garabandal, Tschenstochau Pompeij oder Altötting, (aber auch kleinere Marienheiligtümer) – lassen die Menschen die Gegenwart Gottes und seiner Heilsmacht erfahren. – Gott hat nicht nur vor zweitausend Jahren zur Zeit Jesu geholfen; er hilft auch heute, er ist auch heute die alles bestimmende Macht. Und an bestimmten Gnadenorten, besonders marianischen, manifestiert sich das besonders. |